MBSR - Stressbewältigung durch Achtsamkeit

Was ist MBSR?

Der Begriff "MBSR" kommt aus dem Englischen und bedeutet mindfulness based stress reduction, d. h. "Stressbewältigung durch Achtsamkeit". Diese Methode wurde 1979 von Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn und Mitarbeitern an der University of Massachusetts entwickelt und zunächst an der dortigen Stress Reduction Clinic angewendet. Seit den neunziger Jahren ist sie auch im deutschsprachigen Raum verbreitet. Mittlerweile zeigen zahlreiche Studien aus den unterschiedlichsten Kontexten den wissenschaftlichen Nachweis der Wirksamkeit von MBSR.

 

Wie und für wen wird MBSR eingesetzt?

MBSR wird im Gesundheitswesen für Mitarbeiter und Patienten eingesetzt (Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen), findet Anwendung in pädagogischen Arbeitsbereichen (Schulen) sowie in sozialen Einrichtungen und Institutionen (z. B. Hospize). Unternehmen des profit- und non-profit Bereiches greifen auf diese Methode im Rahmen von Gesundheitsmanagement zurück.

 

MBSR ist geeignet für Menschen

  • als Unterstützung bei einer akuten oder chronischen Erkrankung oder bei Schmerzen
  • mit psychosomatischen Beschwerden, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Erschöpfungszuständen, Burn-out
  • als Hilfe für den Umgang mit Stresssituationen in Privat- u./o. Berufsleben
  • die aktiv etwas für ihre körperliche und psychische Gesundheit tun möchten
  • die sich persönlich weiterentwickeln möchten
  • die etwas über eine achtsame Lebensführung lernen möchten.

 

Hinweis

 

MBSR ersetzt keine notwendige medizinische und/oder psychotherapeutische Behandlung!

Möglicherweise leiden Sie unter einer Erkrankung, persönlichen Belastung oder befinden sich gerade in einer Lebenssituation, die eine Teilnahme an einem MBSR-Kurs aktuell ausschließt. Dies wird auf jeden Fall im Vorgespräch zum Kurs besprochen.

 

Was bewirkt MBSR?

MBSR ist eine Selbsthilfemethode und als verhaltensmedizinische Intervention in Medizin und Psychotherapie mittlerweile sehr bekannt. Ihr zentraler Begriff ist die Praxis der ACHTSAMKEIT. Achtsam zu sein bedeutet, innezuhalten und aus dem üblichen Alltagstempo auszusteigen, um wirklich aufmerksam sein zu können für das, was in jedem Augenblick geschieht ohne es zu bewerten. Dazu gehören unsere Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen, weitere Sinneswahrnehmungen (z. B. Hören), Aspekte der jeweiligen Situation (z. B. Kommunikation) und unser Verhalten.

Mit der Praxis von Achtsamkeit ist es möglich, dass wir

  • unsere bisherigen Verhaltensmuster kennen lernen und verändern können
  • neue Handlungsspielräume im Alltag gewinnen
  • mehr Selbstvertrauen gewinnen
  • zu größerer Selbstannahme kommen
  • uns besser konzentrieren können
  • ein bewussteres Körpergefühl bekommen
  • mehr Vitalität und Lebensfreude erfahren
  • jeden Augenblick unseres Lebens als das erleben können, was er ist: einzigartig und kostbar.

 

www.mbsr-mbct-verband.org