Infothek

Das Verfahren


Integrative Therapie ist ein tiefenpsychologisch, phänomenologisch und tiefenhermeneutisch fundiertes, leiborientiertes Verfahren, das am Fritz-Perls-Institut (EAG-FPI, Düsseldorf/Hückeswagen) gelehrt wird, u.a. als Integrative Kunst- und Kreatitvitätspsychotherapie. Grundlegend sind theoretische und methodische Einflüsse der Aktiven Psychoanalyse Ferenzcis, der Gestalttherapie von Perls und des Psychodramas von Moreno.

 

Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtungsweise wird in der Integrativen Therapie der Mensch in seiner Leiblichkeit, in seinem sozialen Umfeld, mit seiner Arbeit und Freizeit, seinem lebensgeschichtlichem Zusammenhang und mit seinen Lebensentwürfen gesehen. Deshalb hat Beratung und Therapie nicht nur die Behandlung von Krankheiten und Störungen zum Ziel, sondern ist auch auf die Entwicklung von Potenzialen, auf Persönlichkeitsentwicklung, der Förderung von sozialem Engagement, ökologischer Bewusstheit und auf einen humaneren Umgang der Menschen miteinander gerichtet. Für diese Zielsetzung werden je nach Indikation unterschiedliche Methoden, verbale und non-verbale Techniken und verschiedene Behandlungsformen eingesetzt.

 

In der Integrativen Therapie wird konfliktzentriert-aufdeckend, unterstützend, erlebnisaktivierend oder übungszentriert-funktional gearbeitet. Das Verfahren ist geeignet für kurative, rehabilitative und präventive Interventionen.

 

Integrative Therapie ist kreative Therapie. Ihre Sicht des Menschen ist die eines schöpferischen, der mit vielfältigen Möglichkeiten ausgestattet ist, alles das, was er über und durch seine Sinne aufnimmt und verarbeitet, auch wieder auszudrücken, nicht nur durch Sprache, sondern auch non-verbal. Kinder tun dies noch aufgrund ihrer natürlichen Impulse: Sie malen und matschen, bewegen sich aufgrund eines natürlichen Bewegungsdranges, tanzen, schreiben Texte und Gedichte, schlüpfen in  (Theater-)Rollen. Wie bereits oben erwähnt, umfasst der Integrative Ansatz auch prophylaktische und evolutive Interventionen. D. h., bevor eine Pathologie auftritt, soll das Schöpferische, expressive Potenzial des Einzelnen geweckt u./o. erhalten werden.

 

Der Integrative Ansatz sieht sich der Persönlichkeitsentwicklung und -entfaltung des Einzelnen verpflichtet und begreift dies darüber hinaus als Kulturarbeit, als Möglichkeit, Entsinnlichungs- und Verdinglichungstendenzen entgegen zu wirken. Hierfür steht aus der Integrativen Therapie das ganze Spektrum an kunst- und kreativitätstherapeutischen Zugangsweisen zur Verfügung. 

 

Nachweislich dient es der seelischen Gesundheit von Menschen, wenn sie sich ihrer kreativen Potenziale bewusst sind, sie gelernt haben, sich ihrer zu bedienen und in der Gemeinschaft einer Gruppe die solidarische Erfahrung gemacht haben, über Sprache hinaus durch wechselseitige Wahrnehmung zu einem Verstehen des Gegenübers, aber auch des eigenen Lebensweges und Gewordenseins zu gelangen.

 

www.eag-fpi.de